Infosite über die Schauspielerin

Letzte Spur Berlin Staffel 3

Willkommen Aktuelles Archiv Biografie Fotos Leinwand Bildschirm Bühne Kalender Newsletter Gästebuch Impressum

Regie: Felix Herzogenrath, Nicolai Rohde, Tom Zenker, Filippos Tsitos, Thomas Nennstiel (2014)

Darsteller in den durchgehenden Rollen: Hans-Werner Meyer (Oliver Radek), Jasmin Tabatabai (Mina Amiri), Susanne Bormann (Sandra Reiß), Florian Panzner (Daniel Prinz).

IMDb Wikipedia Novafilm (Produktion) ZDF

Hier geht es zu Staffel 1, Staffel 2 und Staffel 4.

Inhalt

Auch in den neuen Folgen geht es um die Vermisstenstelle des Berliner LKA, die das Schicksal spurlos Verschwundener aufzuklären hat. Im Zentrum der Ermittlungen stehen Kriminalhauptkommissar Oliver Radek (Hans-Werner Meyer) und seine Kollegen Mina Amiri (Jasmin Tabatabai), Sandra Reiß (Susanne Bormann) und Daniel Prinz (Florian Panzner). Um die Fälle zu lösen, folgen Radek und sein Team den Spuren der Vermissten und tauchen in deren Leben ein. Die dritte Staffel bietet einen Mix aus politischen, gesellschaftsrelevanten und sozialen Themen. So verschwindet eine russische Dissidentin spurlos nach einem Bombenattentat auf ihre Tochter in Moskau, ein Obdachloser stellt das Ermittlerteam vor eine ungeahnte Herausforderung, und ein Kind geht auf einem Jahrmarkt verloren und gerät in die Fänge Unbekannter. Neben der Aufklärung der Fälle hat die Vermisstenstelle ein weiteres Problem: Die Berliner Polizei muss sparen, und die Vermisstenstelle steht auf dem Prüfstand. Und das alles ausgerechnet während "das Herz des Teams", Mina Amiri, im Mutterschutz ist und für ein paar Wochen von der wenig erfahrenen Caro Haffner (Julia Thurnau) vertreten werden muss. (Pressemitteilung ZDF)


Susanne Bormann als Kriminaloberkommissarin Sandra Reiß in Letzte Spur Berlin

Folge 19: Staatsfeindin
(Regie: Felix Herzogenrath, Drehbuch: André Georgi)

Im Mittelpunkt steht Anna Alexandrowna (Teresa Harder), eine russische Regimekritikerin. Sie will in Berlin ein Buch vorstellen, das mit der russischen Staatsmacht und mit der Verfolgung Andersdenkender ins Gericht geht. Im Vorfeld wird in Moskau ein Anschlag auf Annas Tochter (Nadja Bobyleva) verübt, nach dem diese querschnittsgelähmt ist. Dennoch - nun erst recht - möchte Anna ihr Buch der Öffentlichkeit vorstellen, doch als sie zur Lesung erscheinen soll, bleibt ihr Platz leer.

Oliver Radek nimmt mit seinem Team die Suche auf. Gleichzeitig muss er aber Bestrebungen einer Arbeitsgruppe unter der Leistung seines alten Feindes Sebastian Conrad Hubertus Hartmann abwehren, die die Vermisstenstelle ganz auflösen möchte.

Folge 20: Schattenengel
(Regie: Felix Herzogenrath, Drehbuch: Arne Nolting, Jan Martin Scharf)

Ein Kind wird gesucht. Der kleine Paul (Jacob Braune) ist mit seinen Eltern Christine und Rainer Schilling (Nele Mueller-Stöfen und Götz Schubert) auf dem Rummelplatz und fährt Karussell. Ein kurzer Moment, in dem ihn seine Eltern aus den Augen gelassen haben, und Paul ist verschwunden.

Zunächst gehen die Ermittler von einer Lösegeldforderung aus, sind Pauls Eltern doch beide Unternehmer und wohlsituiert. Genauso gut  könnte aber ein Pädophiler dahinterstecken, eine Überwachungskamera zeigt jedenfalls eine vermummte Person, die Paul weggezogen hat. Im Verlauf der Ermittlungen wird deutlich, dass die besorgten Eltern durchaus etwas verschweigen wollen.
 
Letzte Spur Berlin - Schattenengel
Folge 20: Schattenengel Foto: © Aleksei Potov - Fotolia.com
Folge 21: Obdachlos
(Regie: Felix Herzogenrath, Drehbuch: Klaus Rohne)

Schwester Erika (Steffi Kühnert), eine Nonne vom Projekt „Großstadtarche“, meldet einen Obdachlosen als vermisst. Sein Umfeld ist wenig kooperativ, die Obdachlosen misstrauen der Polizei.

Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich, dass der Vermisste Siggi (Devid Striesow) eigentlich Siegfried Schubert heißt und einmal ein erfolgreicher Unternehmer war - bis er für den durch ihn verschuldeten Tod eines Arbeiters ins Gefängnis kam. Nach der Entlassung war er nicht zu seiner Familie zurückgekehrt, sondern als Obdachloser untergetaucht. Kurz bevor Siggi verschwunden ist, hatte er eine heftige Auseinandersetzung mit dem Arbeitsvermittler Heinz Walluschek (Arnd Klawitter) gehabt - eine alte Rechnung vielleicht?
Letzte Spur Berlin - Obdachlos
Folge 21: Obdachlos. Foto: © Monkey Business - Fotolia.com
Folge 22: Herzblut
(Regie: Nicolai Rohde, Drehbuch: Sven Poser )

Der Vater (Rainer Strecker) des gesuchten dreizehnjährigen Felix (Adrian Ernst) ist in einer Bürgerinitiative für den Erhalt seines Stadtviertels engagiert - so stark, dass er sich gar nicht mehr genug um seinen Sohn kümmern konnte?

Felix ist Halbwaise, seine ebenfalls engagierte Mutter kam vor Jahren bei einer Demonstration ums Leben. Der dadurch aufgebaute persönliche Hass seines Vaters auf den Stadtsanierer Gerd Södersen (Godehard Giese ) scheint sich auch auf den Sohn übertragen zu haben. Dies lässt Schlimmes befürchten, zumal Felix seit einiger Zeit heimlich Brandsätze baut. Will er seine Mutter rächen?


Folge 23: Machtspiele
(Regie: Nicolai Rohde, Drehbuch: Christian Schiller, Marianne Wendt)

Lissy Markwart (Jasmin Gerat), erfolgreiche Businessfrau und Geschäftsführerin, ist verschwunden. Während sie in der Firma eine feste Beziehung vorgab, offenbaren die Ermittlungen ein ganz anderes Privatleben. Lissy war auf zahlreichen Datingportalen aktiv und hatte offenbar Kontakte zur Sadomasochistenszene, auf die sich die Ermittlungen nun konzentrieren. Mit wem hatte Lissy dort Kontakt?

Sandra Reiss (Susanne Bormann) muss verdeckt in der Szene ermitteln und eine SM-Party besuchen. Dabei muss sie ganz neue Erfahrungen machen -  gibt es gar eine Art Seelenverwandtschaft zwischen ihr und und Lissy?
Folge 24: Heimweg
((Regie: Nicolai Rohde, Drehbuch: Henner Schulte-Holtey, John Gebhardt)

Wieder geht es um ein vermisstes Kind. Der Fall der verschwundenen Marie Meifeld (Marie Jecke) war vor Jahren als unlösbar zu den Akten gelegt worden. Seither besteht der ganze Lebensinhalt der Mutter Sybille Meifeld (Inka Friedrich) darin, ihre Tochter doch noch zu finden. Der Vater hat sich längst von ihr getrennt und nur ihre andere Tochter Nadja (Henriette Confurius) bewahrt sie vor dem völligen Zusammenbruch.

Sybille war bereits in der Folge Herzblut bei Radek vorstellig gewesen war, der die Ermittlungen ohne Vorliegen neuer Kenntnisse aber nicht wieder aufnehmen konnte. Da findet Nadja Maries Halskette an einer Straßenbahnhaltestelle. Sollte Marie noch am Leben sein und die Halskette ein Hilferuf sein?
Folge 25: Hunger
(Regie: Tom Zenker, Drehbuch: André Georgi)

Gesucht wird die die 16 Jahre alte Naomi (Anna Lena Klenke). Naomi ist magersüchtig und hat sich geradezu manisch das Ziel gesetzt, so wenig wie irgend möglich auf die Waage zu bringen. Als sie nicht einmal mehr 40 kg wiegt, muss die Mutter (Margarita Broich) sie in die Klinik bringen - aus der Naomi bald schon die  Flucht gelingt. Angesichts von Naomis Gesundheitszustand wieder ein Fall, bei dem jede Minute zählt, denn schon sehr bald könnten Naomis Nieren versagen.

Zu allem Unglück ist die zerrüttete Familie wenig kooperationsbereit. Die Mutter arbeitet hart als Reinigungskraft bei der Straßenbahn und weiß nicht mehr ein noch aus. Der Vater (Robert Gallinowski) kann die Situation schon lange nicht mehr ertragen und steht kurz davon, die Familie zu verlassen. Die Schwester (Sonja Bertram) ist diesen Schritt bereits gegangen.

Folge 26: Kokon
(Regie: Andreas Senn, Drehbuch: Sönke Lars Neuwöhner)

Auch hier steht eine Problemfamilie im Vordergrund. Jürgen Freese (André M. Hennicke) hat seinen Sohn Mirko als vermisst gemeldet. Dieser ist - inzwischen volljährig - zu Hause ausgezogen. Auf Mirkos Computer finden die Ermittler einen Abschiedsbrief mit Selbstanschuldigungen.

Bei der Suche nach Mirko kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht. Mirkos Mutter litt seit seinem siebenten Lebensjahr an Depressionen, ein Zeitpunkt, an dem es offenbar einen gravierenden Umbruch im Leben der Familie gegeben hat. Insbesondere war wohl das Verhältnis zwischen Vater und Sohn durchaus nicht so harmonisch, wie der Vater zunächst Glauben macht. Eine völlig neue Situation ergibt sich, als sich der Abschiedsbrief als Fälschung erweist. Was hat Mirkos Vater zu verbergen?
Folge 27: Blendung
(Regie: Filippos Tsitos, Drehbuch: Christian Schiller, Marianne Wendt)

Am Beginn dieser Folge steht ein Verkehrsunfall. Der Fahrer begeht Fahrerflucht. Angefahren wurde Jonas Mangold (Stefan Knoarske). Als die Rettungssanitäter eintreffen, ist Jonas nicht auffindbar, was umso erstaunlicher ist, als er blind ist und sich ohne seinen Blindenhund überhaupt nicht allein bewegen kann. Jonas Frau Suse (Angeline Anett Hllfort) ist besonders besorgt, hatte sich dieser doch in den vergangenen Tagen auf irgendeine Weise verändert.

In einem ganz  neuen Licht erscheint der Fall, als die Ermittler feststellen, dass sich Jonas vor einigen Tagen einer Augenoperation unterzogen hat - ohne dass seine Frau davon wusste. Kann Jonas wieder sehen? Besteht gar ein Zusammenhang mit dem mysteriösen Unfall?
Folge 28: Alleingang
(Regie: Filippos Tsitos, Drehbuch: Christian Schiller, Marianne Wendt)

Oberkommissarin Sandra Reiß (Susanne Bormann) einmal nicht als Ermittlerin, sondern selbst als Vermisste: Als sie nicht zur Arbeit erscheint, müssen ihre Kollegen schon bald feststellen, dass es sich offenbar um eine Entführung handelt. Am Abend zuvor hatte sie bei einem Tanzkurs Dirk Koslowski (Christian Näthe), Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei, kennengelernt. Koslowski ist ebenfalls verschwunden, und der Anwalt Kurt Petermann (Hansa Czypionka) selbst kann auch keine Hinweise zum Verbleib geben.

Bei den Ermittlungen zeigt sich, dass Sandra mit Koslowski nicht nur zum Tanzen, sondern im Auftrag von Ex-Kollegin Caro Haffner (Julia Thurnau) Verbindung aufgenommen hatte. Falls Koslowski Sandra Reiß entführt hat, schwebt sie auf jeden Fall in Gefahr.
Letzte Spur Berlin - Durchleuchtet
Folge 29: Durchleuchtet Foto: © possohh - Fotolia.com
Folge 29: Durchleuchtet
(Regie: Thomas Nennstiel, Drehbuch: Johannes Lackner)

Der 25-jährige Arno Schwarz (Ludwig Trepte)  arbeitet bei der Internetfirma KNOTS. Deren Chef Boris Garns (Oliver Bootz) möchte mit eigenen Enthüllungen im Stile von Julien Assange berühmt werden, wobei ihm zunächst aber wenig Erfolg beschieden ist.

Eines Tags ist Arno verschwunden. Seine Freundin Laura (Marleen Lohse), die von Boris ambitionierten Plänen wusste, meldet ihn bei der Vermisstenstelle. Soll etwa Arno jetzt das ganz große Ding landen -  und dabei seine Integrität, wenn nicht sogar sein Leben riskieren? Als kurz darauf in der Stadt der Strom ausfällt, fühlt sich Laura bestätigt. Bevor Arno sie verlassen hat, hat er ihr eine Taschenlampe ans Bett gestellt. Was hat Arno mit dem Stromausfall zu tun?
Folge 30: Sieben Leben
(Regie: Thomas Nennstiel, Drehbuch: Jens-Frederik Otto)

Der Chirurg Dr. Torben Marx (Hans-Jochen Wagner) hat zwar keine sieben Leben zu vergeben, aber immerhin drei: Mit der erneuten Transplantation eines schon einmal übertragenen Spenderherzens möchte er einem dritten Menschen, einem herzkranken jungen Mädchen, zu neuem Leben verhelfen. Dies wäre die erste derartige Transplantation in Deutschland, die auch im Zentrum des Medieninteresses steht.

Kurz vor der Operation verschwindet Dr. Marx aus dem OP-Saal, vermisst gemeldet von seiner Frau Dr. Eva Marx (Leslie Malton), die das Krankenhaus leitet. Besondere Brisanz bekommt der Vorgang dadurch, dass Miriam, die vorgesehene Organempfängerin, die Tochter von Oliver Radeks persönlichem Feind Sebastian Conrad (Hubertus Hartmann) ist - der sich zum Ziel gesetzt hat, die Vermisstenstelle aufzulösen. Brisant wird der Fall, als Vorwürfe der Manipulation bei der Organvergabe bekannt werden. Und die Ermittler stehen unter Zeitdruck, denn der Körper der Spenderin steht kurz davor zu versagen.
Letzte Spur Berlin - Sieben Leben
Folge 30: Sieben Leben Foto: © Gennadiy Poznyakov - Fotolia.com

Als Zuschauer gesehen

Letzte Spur Berlin ist auch in der 3. Staffel sehenswert geblieben und hebt sich von üblichen Mord-Krimis ab. Ganz hervorragend waren sicher die beiden Kinder-Folgen "Schattenengel" und "Heimweg", deren Geschichten den Zuschauer auch emotional mitnahmen, die interessante Wendungen hatten und dennoch glaubwürdig blieben. Manchmal sind es eben gerade solche eher unspektakulären, aber bis ins Detail gut beobachteten (und gespielten!) Handlungsstränge, die sich einprägen. Besonderen Eindruck hinterließ auch "Blendung" um den Blinden Jonas, in dessen verzweifelte Lage man sich durchaus versetzen kann. Zudem konnte diese Folge mit einem wirklich berührenden Schluss punkten.

Gut getan hat der Serie sicher der durchgehende Handlungsstrang um den Abbau der Vermisstenstelle. Wer war mit solchen Vorgängen - oft genug Folge persönlicher Zwiste - nicht schon konfrontiert? Erfreulich daher, dass das ZDF durchgehenden Handlungen in der 4. Staffel noch mehr Raum geben will.

Beim näheren Hinschauen gibt es allerdings doch deutliche Unterschiede zwischen den Drehbüchern. Am Schluss der an sich gelungenen Eröffnungsfolge "Staatsfeindin" ist wohl der Dramaturgie-Schimmel durchgegangen. Die Handlung von "Durchleuchtet" war streckenweise genauso verworren wie die Kabel in den Serverräumen. Und "Alleingang" wirkte konstruiert und unglaubwürdig: Eine sonst so souverän agierende Polizeitruppe, deren Mitarbeiter sich binnen kurzer Zeit so viele Fehler gestatten, käme im echten Leben wohl zu Recht auf den Prüfstand. (MB)