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Letzte Spur Berlin Staffel 2

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Regie: Andreas Senn, Thomas Jahn, Peter Stauch, Nicolai Rohde, Felix Herzogenrath (2013)

Darsteller in den durchgehenden Rollen: Hans-Werner Meyer (Oliver Radek), Jasmin Tabatabai (Mina Amiri), Susanne Bormann (Sandra Reiß), Florian Panzner (Daniel Prinz).

IMDb Wikipedia Novafilm (Produktion) ZDF

Material zur ersten Staffel finden Sie unter Die letzte Spur.  Es gibt einen ZDF-Clip "Im Kreuzverhör" mit Susanne Bormann zur Serie und zu ihrer Rolle. Außerdem hat sie im Vorfeld der Ausstrahlung der Teleschau ein Interview gewährt.

Die zweite Staffel von Letzte Spur Berlin ist bei ASCOT ELITE auf DVD und BluRay erschienen. Hier geht es zu Staffel 1, Staffel 3 und Staffel 4.


Inhalt

Die im Frühjahr sehr erfolgreich gestartete neue ZDF-Krimiserie "Letzte Spur Berlin" (ehemals "Die letzte Spur"), in der eine Einheit des Berliner LKA das Schicksal spurlos Verschwundener aufzuklären versucht, wird fortgesetzt... In der zweiten Staffel treffen Kriminalhauptkommissar Oliver Radek (Hans-Werner Meyer), der das Team leitet, sowie die Kommissare Mina Amiri (Jasmin Tabatabai), Sandra Reiß (Susanne Bormann) und Daniel Prinz (Florian Panzner) auf eine Vielzahl neuer Rätsel und Herausforderungen... Bei den Ermittlungen wird das Team im Wesentlichen von einer Motivation angetrieben: der Hoffnung, die vermisste Person lebend und wohlbehalten wiederzufinden. Die Geschichten, die sich den Ermittlern beim Auffinden der verschwundenen Personen offenbaren, sind immer wieder überraschend und führen, wenn auch nicht immer zu einem Happy End, so doch wenigstens zur erlösenden Gewissheit. (Pressemitteilung ZDF)


Susanne Bormann als Kriminaloberkommissarin Sandra Reiß in Letzte Spur Berlin

Folge 7: Hoffnungsträger
(Regie: Andreas Senn, Drehbuch: Jens Köster, Sven S. Poser)

Wer ist verschwunden?

Auf Mark Stiller (Roman Knizka) ruht die Hoffnung seiner Partei. Nachdem sein Vorgänger Rudolf Menz (Hannes Hellmann) die Vergewaltigung einer Praktikantin zur Last gelegt wurde, ist für Stiller der Weg an die Spitze frei. Als er bei dem entscheidenden Parteitag ans Rednerpult treten soll, ist Stiller aber nicht aufzufinden.

Wer könnte damit zu tun haben?
 

Micha Hecking, ein ehemaliger Mitstreiter Stiller, hatte sich kurz vor dem Parteitag mit Stiller gestritten und warf ihm den Verrat der früheren Ideale vor. Andererseits wehrt sich Menz hartnäckig gegen den Vorwurf der Vergewaltigung und spricht von einer Intrige. Wollte Stiller Menz ein Bein stellen, um an die Spitze zu gelangen? Vielleicht weiß aber auch Stillers umtriebige Assistentin Lara Westheide (Lisa Maria Potthoff) mehr, zumal Fotos den Verdacht nähren, dass beide nicht nur dienstlich liiert waren?

Letzte Spur Berlin - Florian Panzner, Jasmin Tabatabai, Susanne Bormann und Hans-Werner Meyer
Die Ermittler in den durchgehenden Rollen: Florian Panzner (Daniel Prinz), Jasmin Tabatabai (Mina Amiri), Susanne Bormann (Sandra Reiß) und Hans-Werner Meyer (Oliver Radeck). Foto: Juri Reetz, picture alliance/Breuel-Bild, mit freundlicher Genehmigung.
Folge 8: Ewige Dunkelheit
(Regie: Thomas Jahn, Drehbuch: Jens-Frederik Otto, Sven S. Poser)

Wer ist verschwunden?

Helen (Ruby O. Fee) und Charlotte (Llewellyn Reichman) verbringen die Ferien in einem Camp für Kinder aus wohlsituierten Familien. Eines Nachmittags gehen sie mit Peter Sondheimer (Anian Zollner), dem Leiter des Camps, zum Brotholen, kehren von dort aber nicht zurück.

Wer könnte damit zu tun haben?

Ein erster Verdacht fällt auf Sondheimer, der aber ebenfalls nicht wieder auftaucht. Dafür finden die Ermittler Helen im Wald. Sie könnte sicher Hinweise geben, steht aber unter Schock, ist zu keiner Aussage zu bewegen und die Ärzte raten dringen davon ab, sie unter Druck zu setzen. Schließlich taucht die Leiche eines Mannes auf, auf dessen Handy sich ein Video findet, das Charlotte in einem Erdloch zeigt. Dort hat sie noch für 36 Stunden Luft. Radeck und sein Team stehen unter höchstem Zeitdruck. Vielleicht weiß aber auch Sondheimers sichtlich nervöse Vertreterin Krista Hansen (Pheline Roggan) mehr, als sie zuzugeben bereit ist?
 
Folge 9: Kontrollverlust
(Regie: Thomas Jahn, Drehbuch: Jens Köster)

Wer ist verschwunden?

Die Polizistin Franziska Vocke (Annika Ernst) verschwindet von einem Gartenfest ihrer Einheit. Kurz zuvor hatte sie ihren Chef, Hauptkommisar Rösemann (Uwe Bohm), am Rande des Fests um ein vertrauliches Gespräch gebeten. Ihr Mann, Thorsten Vocke (Daniel Wiemer), wendet sich an die Vermisstenstelle, zumal Franziska in letzter Zeit sichtlich labil war.

Wer könnte damit zu tun haben?

Zunächst nehmen Radeck und sein Team Frankziskas Einheit unter die Lupe, wo sie auf wenig Kooperation stoßen und als "Interne" angesehen werden. Insbesondere fällt auf, dass Franziska ebenso wie ihr Kollege Tom Zielke (Ludwig Blochberger) immer Donnerstag frei hatte - und zwar ohne Wissen ihres Mannes. Allerdings gerät auch Franziskas Mann Thorsten selbst ins Blickfeld. Er hatte kürzlich bei einem Einsatz eine Frau lebensgefährlich verletzt - aus Notwehr, wie er sagt. Dies hatte die Untersuchung auch bestätigt, doch Radek und sein Team haben Zweifel an dieser Version.
Folge 10: Freundschaftsdienst
(Regie: Andreas Senn, Drehbuch: Florian Oeller)

Wer ist verschwunden?

Marie Renner (Charleen Deetz), gerade aus der Psychiatrie entlassen, bekommt von ihrem alleinerziehenden Vater Karl (Felix Vörtler) zum Empfang das erste Essen zu Hause zubereitet. Renner geht nur kurze Zeit vor das Haus, um nach einem davor parkenden auffälligen Auto zu sehen. Als er wiederkommt, ist Marie nicht mehr aufzufinden.

Wer könnte damit zu tun haben?

Marie war mit Felix Knuppke (Jonas Nay), kürzlich bei einem Brand ums Leben gekommen, befreundet. Knuppke gehörte einer berüchtigten Gang an. Haben seine Kumpanen Marie entführt? Zunächst wäre da Mike Drobowsky (Clemens Schick), der Polizei bereits wegen einschlägiger Drogen- und anderer Delikte bekannt, mit dem Ermittler Damiel Prinz pikanterweise in seiner Jugend befreundet war. Nachdem Renners Wohnung untersucht wurde, konnte eine Entführung allerdings ausgeschlossen werden. Aber vielleicht wurde Marie auch gar nicht entführt, sondern hat das Haus freiwillig verlassen? Immerhin hatte ihr Vater sie gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen.
Die letzte Spur - Susanne Bormann, Florian Panzner, Jasmin Tabatabai,  Hans-Werner Meyer
Die Hauptdarsteller der 5. Folge "Zenit": Die Ermittler mit Katrin Sass (Marion Rothe) in der Mitte und Esther Zimmering (Nina Popljanowa) rechts; Aufnahme am Rande der Dreharbeiten im Berliner im Theater des Westens. Foto: Juri Reetz, picture alliance/BREUEL-BILD, mit freundlicher Genehmigung.
Folge 11: Zenit
(Regie: Thomas Jahn, Drehbuch: André Georgi)

Wer ist verschwunden?

Nina Poljanowa (Esther Zimmering) ist kurz vor einer Premiere aus der Garderobe verschwunden. Für Nina war diese Aufführung nach einer längeren verletzungsbedingten Pause die Chance, an ihren früheren Glanz anzuknüpfen.

Wer könnte damit zu tun haben?

Vielleicht war Ninas weitaus jüngere Rivalin Marlene Frontzek (Julia Hartmann) daran interessiert, dass die Ballerina nicht auftreten kann? Zwar kann Marlene nach einem rätselhaften Unfall - Öl auf dem Bühnenparkett - ebenfalls nicht tanzen, aber es könnte sich um einen Racheakt handeln. Choregraph Paul Wenniger (Aleksandar Jovanovic) hatte es verstanden, die beiden Tänzerinnen gezielt gegeneinander auszuspielen. Allerdings stoßen die Ermittler auch auf einen Stalker, der Nina schon seit einiger Zeit nachstieg und ihr noch kurz vor ihrem Verschwinden eine Drohung aufs Handy geschickt hatte. Ein Fall, der am Ende jedenfalls eine durchaus überraschende Wendung nimmt.

Folge 12: Lebensbund
(Regie: Peter Stauch, Drehbuch: Constanze Knoche, Leis Bagdach)

Wer ist verschwunden?

Sophie Neumann (Alice Dwyer) und Max Baum (Max Woelky) wollen vor den Traualtar treten - als es soweit ist, ist die Braut verschwunden.

Wer könnte damit zu tun haben?

Wenige Tage vor der Hochzeit hatte Sophies Ex-Mann André Wolff (Vladimir Burlakov) - trotz Näherungsverbot - wieder Kontakt mit Sophie aufgenommen. Hat er die Braut entführt? Als sich später zeigt, dass André der rechten Szene angehört, weitet sich der Kreis potentieller Entführer aus. Aber auch Sophies Mutter (Ruth Reinecke), die in einem kleinen Kaff wohnt und mit der Sophi schon lange keinen mehr Kontakt hatte, scheint etwas zu verbergen.
Folge 13: Abgetaucht
(Regie: Peter Stauch, Drehbuch: Christoph Callenberg, Andreas Resch)

Wer ist verschwunden?

Yasmin Steible (Friederike Becht) hat in Kindheit und Jugend vieles entbehrt, um im Schwimmen ganz an die Spitze zu kommen. Als die Qualifikation zu einem ganz entscheidenden Wettkampf bevorsteht, bleibt ihr Startplatz leer.

Wer könnte damit zu tun haben?

Zunächst einmal vielleicht nur sie selbst? Hat sie dem Druck nicht standgehalten, hält sie sich irgendwo versteckt? Unwahrscheinlich für eine Leistungssportlerin, die noch dazu bei ihrer verstorbenen Mutter im Wort steht, meint der ehrgeizige Trainer  (Bernhard Schütz) . Allerdings scheint der mehr zu wissen, als er sagt. Zudem kannte sein Neffe (Rick Okon) Yasmin wohl nicht nur flüchtig, wie er angibt. Auch eine Konkurrentin (Gloria Endres de Oliveira), mit der Yasmin kurz zuvor Streit hatte, könnte Interesse an ihrem Verschwinden haben.
Folge 14: Ungeliebt
(Regie: Nicolai Rohde, Drehbuch: Khyana el Bitar, Sven Poser)

Wer ist verschwunden?

Ein drei Monate alter Säugling ist verschwunden. Da läuft die Zeit noch einmal schneller als sonst.

Wer könnte damit zu tun haben?

Ein erster Verdacht fällt auf Alissa (Julia Hummer), die Mutter, zumal diese eine Vergangenheit im Drogenmilieu hat. Vielleicht hat sie ihr Kind getötet? Auch der "Erzeuger" Raffie (Ralph Kretschmar) könnte mit dem Kind etwas vorhaben, zumal er diverse Vorstrafen hat und wenig kooperationsbereit ist. Vielleicht hat aber auch die wohlmeinende Schwester  (Milena Dreißig), die die Polizei alarmiert hatte, selbst das Kind an sich genommen oder versteckt? Und weiß man beim Berliner Tisch, Alissas Arbeitsstelle, wirklich so wenig, wie man vorgibt?
Folge 15: Schutzlos
(Regie: Peter Stauch, Drehbuch: Christian Schiller, Marianne Wendt)

Wer ist verschwunden?

Die hochschwangere Giulia Flöther (Silvia Medina) verschwindet aus der Praxis ihrer Frauenärztin. Ihr Mann Michael (Jörg Hartmann) hat Angst, dass ihr etwas zugestoßen sein könnte.

Wer könnte damit zu tun haben?

Ein erster Verdacht fällt auf den Ehemann: Neigte er zu Gewalt? Wollte sich Giulia vor ihm in Sicherheit bringen? Andererseits fiel in der Praxis ein Mann neben Giulia auf, der ihr sichtlich Angst zu machen schien. Ein heimlicher Liebhaber vielleicht? Vor einigen Tagen hatte sie vor dem Haus heftigen Streit mit einem Autofahrer - vielleicht dem Mann aus der Praxis? Ganz von vorn beginnen müssen die Ermittler, als sich zeigt, dass Giulia Flöther vor fünf Jahren mit gültigen Dokumenten ohne jede Vergangenheit quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist.
Folge 16: Heimatfront
(Regie: Felix Herzogenrath, Drehbuch: André Georgi)

Wer ist verschwunden?

Marco Köhler (Andreas Guenther), in Afghanistan verwundeter Bundeswehrsoldat, wird aus dem Krankenhaus entlassen. Seine Mutter (Imogen Kogge) ermpfängt ihn - allein, denn von seiner Frau Zoe (Franziska Weisz) fehlt jede Spur.

Wer könnte damit zu tun haben?

Wollte die Frau einem Leben mit dem verkrüppelten Mann entgehen? Oder verband Zoe mit ihrem Chef Thomas Bardowick (Tim Wilde) mehr als nur Freundschaft? Marcos Mutter weiß wohl tatsächlich nicht, wo Zoe steckt, könnte aber Hinweise auf einen schon länger schwelenden Konflikt des Paars geben. Vielleicht kann aber Zoes - einzige - Freundin (Marie Leuenberger) helfen, sie zu finden?
Folge 17: Wunschbild
(Regie: Nicolai Rohde, Drehbuch: Christian Schiller, Marianne Wendt)

Wer ist verschwunden?

Scheidungsanwalt Dr. Nicolai (Oliver Stokowski) kommt nicht in die Kanzlei und wird von seiner Sekretärin Thea Schmitz (Adelheit Kleineidam) als vermisst gemeldet.

Wer könnte damit zu tun haben?

Dr. Nicolai hat in seinen Prozessen nur Männer vertreten. Da gibt es zunächst genug Potential für mögliche Feindinnen. Dr. Nicolai hatte aber auch Kontakt zu Thomas Risse (Max Hopp), der Mina Amiri (Jasmin Tabatabai) schon als Zuhälter bekannt ist. Risse offenbart den Ermittlern, dass Dr. Nicolais Ehefrau (Nadjeshda Brennicke) einmal Prosituierte war. Wollte sie gar ihrer Enttarnung zuvorkommen und hat sich an ihrem - wie sie sagt geliebten - Mann vergangen? Ein Gespräch mit dem mit Dr. Nikolai bekannten Richter Hegemann (Rolf Kanies) lässt dessen Ehe wiederum in einem ganz neuen Licht erscheinen. 
Folge 18: Familienehre
(Regie: Felix Herzogenrath, Drehbuch: André Georgi)

Wer ist verschwunden?

Kriminalhauptkommissarin Mina Amiri (Jasmin Tabatabai) ist im Mutterschutz. Sie kümmert sich in der Zeit um ihrer Cousine Mariam (Pegah Ferydoni), die vor ihrer Familie nach Deutschland geflohen ist. Nachdem deren Bruder unerwartet zu Besuch angereist ist, verschwindet Mariam auf dem Flugplatz. 

Wer könnte damit zu tun haben?

Zunächst fällt natürlich ein Verdacht auf Mariams Bruder Khalil Rahimi (Merab Ninidze). Er könnte Mariam in den Iran zurückzuholen versucht haben. Vielleicht hält sich Mariam aber auch vor Khalil versteckt? Später zeigt sich, dass Mariam offenbar einen festen Freund (Adrian Saidi) hatte, der sich zudem mit einem Spottvideo im Internet Feinde unter der iranischen Geistlichkeit gemacht hatte. Er könnte mit Mariam untergetaucht sein. Doch weshalb trifft sich Mariam dann mit Geistlichen in der Moschee? 

Die letzte Spur - Susanne Bormann
Zenit: Susanne Bormann als Oberkommissarin Sandra Reiß in Letzte Spur Berlin.
Foto: Juri Reetz, picture alliance/BREUEL-BILD, mit freundlicher Genehmigung.

Als Zuschauer gesehen

Mit Letzte Spur Berlin ist dem ZDF eine rundherum gute Krimi-Serie gelungen. Das meint nicht nur der vielleicht nicht ganz vorurteilsfreie Rezensent. Nach der Ausstrahlung der ersten Staffel haben sich Produzenten und Hauptdarsteller zusammengesetzt, um eine Vision zu entwickeln, in welche Richtung sie weiterentwickelt werden sollte, was an dem Format beibehalten sollte und wo optimiert werden müsste. Manches in der ersten Staffel Störende ist beiseite geräumt worden. Wirkte damals vor allem, aber nicht nur, die Pilotfolge "Verantwortung" etwas problem- und personenüberladen, sind die Handlungen jetzt deutlich stringenter und griffiger geworden.

Geblieben ist, dass Letzte Spur Berlin nicht nur dem Krimi, sondern mindestens ebenso dem Drama verpflichtet ist und häufig auch - ganz stark am Beispiel der Marie Renner -  psychologische Probleme auslotet. Demgegenüber kommt die Spannung aber nicht zu kurz. Konstante ist das Ermittlerteam, das sicher ein Sympathieträger der Serie ist. Erfreulich auch, dass man keine Angst vor Emotionen hat: Folgen wie "Ewige Dunkelheit" oder "Ungeliebt" gehen durchaus - im guten Sinn - zu Herzen. 

Dennoch blieb die durchschnittliche Zuschauerzahl mit knapp 3,98 Millionen etwas hinter der der 1. Staffel zurück. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Einbruch bei der Doppelsendung am 11.10., an sich schon eine etwas fragwürdige Idee, deren Scheitern gegen das Fußballspiel Deutschland gegen Irland jedenfalls vorprogrammiert war. (MB)


Pressemeinungen

Schwer zu sagen, weshalb Letzte Spur Berlin von der Presse trotz guten Besucherzuspruchs wenig - zu wenig -  Beachtung fand. Einige Zeitungen haben das schon eingangs erwähnten gute Interview der Teleschau mit Susanne Bormann übernommen. Daneben ist vor allem die Besprechung des renommieren Kritkers Rainer Tittelbach in tittelbach.tv zu nennen, der zur Folge 2.1 - Hoffnungsträger - meint: "Top besetzt, inszenatorisch weit überdurchschnittlich!... Dank Bildgestaltung (Gunnar Fuss) und diverser Schauplatzwechsel sieht die Auftaktfolge aus wie ein Fernsehfilm."

In der taz schreibt Lea Streisand, die zur werberelevanten Zielgruppe der 25- bis 49-jährigen gehört, in einem nett zu lesenden Beitrag Der Hoffnungsträger: "In der ersten Folge, "Hoffnungsträger", verschwindet unmittelbar vor seiner wichtigsten Ansprache der designierte Kanzlerkandidat einer nicht näher benannten Volkspartei. Er sieht aus wie Karl-Theodor zu Guttenberg und wird herrlich schmierig gespielt von Roman Knizka. Die Folge beeindruckt vor allem durch ihre Bildästhetik...." Kritik gibt es jedoch an den Dialogen und am etwas glatten Erscheinen der Ermittler - sicher ein Punkt, über den man nachdenken kann.

Nicht unerwähnt sein soll, dass die Serien den "Kritikern" des Quotenmeter überhaupt nicht gefallen hat: "Keine Ideen, kein Esprit, kein Fünkchen Charme oder Alleinstellungsmerkmal – leider kann der durchaus kompetente Cast da nichts mehr retten."  Dem muss man sich natürlich nicht anschließen, letztlich ist Fernsehen ist eben auch Geschmackssache.


Letzte Spur Berlin auf DVD und BluRay

Letzte Spur Berlin 2 -  bei ASCOT ELITE auf DVD/BluRay
Cover: Mit freundlicher Genehmigung von ASCOT ELITE.
Die zweite Staffel von Letzte Spur Berlin ist bei ASCOT ELITE auf DVD und BluRay erschienen. Zu den technischen Daten: Das Bild ist im Format 16:9, auf DVD 720p, auf der BluRay 1028 HD, der Ton ist auf der DVD Dolby Digital 5.1 und auf der BluRay dts 5.1.

Wer die Folgen bisher auf "Selbstgebrannten" archiviert hat, kann sich auf die BluRay, die hier besprochen werden soll, mit einem gestochen scharfen HD-Bild freuen. Je nach vorhandener Fernseh/Heimkino-Ausstattung ist das doch eine wesentliche Qualitätssteigerung. Das Bild wirkt ausgewogen und natürlich. Auch an dem dts-Klang ist nichts zu bemängeln, Geräusche sind auch auf die hinteren Lautsprecher verteilt. Gegenüber der Fernsehfassung hatte ich den Eindruck, dass durch den differenzierten Ton auch einige eher schwerer verständliche Passagen besser herüberkommen. Als Extras gibt es lediglich eine Trailershow mit Trailern verschiedener aktueller Filme. Der einzige kleine Wermutstropfen ist der Start mit drei Trailern, die man - leider nicht abschaltbar - zunächst über sich ergehen lassen muss. Insgesamt aber sehr erfreulich und eine deutliche Kaufempfehlung. (MB)

Angaben zur DVD finden Sie bei Amazon.de und bei ASCOT ELITE und zur BluRay bei Amazon.de und bei ASCOT ELITE.