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Leichtmatrosen - Titel

Leichtmatrosen

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Regie: Stefan Hering (2017)

Darsteller: Golo Euler (Finke), Stephan Szász (Henner), Gabriel Merz (Simon), Susanne Bormann (Cora) u.a.

IMDb  Pressemitteilung  Flare Film (Produktion)  Tom Liehr (Buchautor)

Erstausstrahlung bei der ARD am 12. Mai 2017

Inhalt

Drei Männer und ein Hausboot: In der Komödie „Leichtmatrosen – Drei Mann in einem Boot“ schippern drei krisengeplagte Stuttgarter eine Woche lang auf der Havel Richtung Müritz. Die ungewohnte und gar nicht so beschauliche Dreisamkeit bringt so manches zum Vorschein, was bisher erfolgreich verschwiegen und verdrängt wurde. Die sommerliche Bootsfahrt bahnt den Weg zu der Erkenntnis, dass eine Wende im Leben keineswegs schaden könnte. „Leichtmatrosen – Drei Mann in einem Boot“ ist ein schwungvolles Roadmovie auf dem Wasser, für das Regisseur Stefan Hering seine drei Protagonisten mit leichter Hand durch die Widrigkeiten der Schifffahrt und der Selbsterkenntnis steuert. Silja Clemens schrieb das Drehbuch dazu nach der Romanvorlage „Leichtmatrosen“ von Tom Liehr. Golo Euler, Stephan Szász und Gabriel Merz spielen die drei Hausbootfahrer, in weiteren Rollen sind Susanne Bormann, Michael Gaedt, Luca Zamperoni und Ramona Kunze-Libnow zu sehen:

Finke braucht zwei neue Leichtmatrosen als Lückenbüßer. Weil seine Freundin Cora doch nicht mit auf die geplante Bootstour geht, schlägt Finke seinen Badmintonkumpels Henner und Simon eine gemeinsame Reise vor. Die drei Sportsfreunde kennen einander kaum – aber so ein Hausboot bietet viele Möglichkeiten, sich anzunähern. Für eine Woche gehen die drei Stuttgarter mit dem Hausboot auf große Fahrt Richtung Müritz. Einen Bootsführerschein hat zwar keiner von ihnen, aber dafür haben sie alle einen Haufen Sorgen, wenn auch höchst unterschiedlicher Natur. Finkes Freundin Cora ist schwanger. Aber Vater werden? Dazu fühlt er sich mit Mitte 30 nicht bereit. Henner ist Pastor, glaubt aber schon lange nicht mehr an Gott. Und Simon, der chaotische Handwerker, hat einen Berg Schulden und einen Auftraggeber, der ihm Rache geschworen hat. So steuern die drei Männer in eine Woche voller Abenteuer und Katastrophen. Eine Woche, in der noch nicht mal ein „Rundumsorglospaket ohne Selbstbeteiligung“ verhindern kann, dass sich ihr Leben für immer verändern wird. (ARD/Degeto)

Trailer




Susanne Bormann als Cora in Leichtmatrosen - Drei Mann in einem Boot

Überraschung! Schon immer hat Cora von einer romantischen Fahrt auf einem Hausboot geträumt. Ihr Freund Finke hat das Sparschwein  geplündert. Herausgekommen ist nicht nur ein Papierschiff, sondern der Gutschein für die Bootsbuchung auf der Mecklenburger Seenplatte 
Leichtmatrosen Susanne Bormann, Golo Euler
Cora (Susanne Bormann) und Finke (Golo Euler)
© ARD, Degeto / Hardy Spitz.
Das Boot in der Schleuse zu vertäuen, war wohl keine gute Idee. Doch die Untiefen der Binnenseefahrt sind der kleinere Haken. Alle drei schleppen echte Probleme mit sich herum. Henner ist Pfarrer, dem der Glaube an Gott abhanden gekommen ist. Hinter Simon sind die Devil's Angels her, die seine Schulden eintreiben wollen. Und Henners Problem ist Cora. Und das Kind.



 

 
Leichtmatrosen - Finke (Golo Euler), Simon (Gabriel Merz), und
				Henner (Stephan Szász)
Finke (Golo Euler), Simon (Gabriel Merz) und Henner (Stephan Szász)
© ARD, Degeto / Hardy Spitz
Nun hat Finke ein Boot, aber keine Mitfahrerin mehr. Stornierung unmöglich. Da kommt ihm die rettende Idee: Das wäre doch die Gelegenheit, einmal seine Badmintonkumpels Henner und Simon besser kennenzulernen. Dass sich dann die angefallenen Kosten splitten, ist nebenbei auch nicht ganz übel.





Leichtmatrosen - Golo Euler, Stephan Szász, Gabriel Merz
Henner (Stephan Szász), Finke (Golo Euler) und Simon (Gabriel Merz)
© ARD, Degeto / Hardy Spitz
Ein paar Tage später zerrinnt der Traum. Cora erfährt, dass sie schwanger ist. Dabei waren sich eigentlich beide einig, dass Kinder nicht zu ihrem Lebensplan passen. "Wegmachen lassen?"  "Nein, aber..." Ein Wort gibt das andere, und schon ist Cora zur Tür heraus - sie muss jetzt erst einmal nachdenken.



Leichtmatrosen - Die Devil's Angels: Dirk Uelpenich, Micha Gaedt und Kaya Kanbay.
Die Devil's Angels: Dirk Uelpenich, Micha Gaedt und Kaya Kanbay.
© ARD, Degeto / Hardy Spitz
Material mit freundlicher Genehmigung des WDR.


 
Leichtmatrosen Susanne Bormann, Golo Euler
Cora (Susanne Bormann) und Finke (Golo Euler)
© ARD, Degeto / Hardy Spitz.
.. und führe uns nicht in Versuchung. Die Mädchen vom Junggesellinnenabschied kommen mit aufs Boot. Eine von ihnen findet Gefallen an Pfarrer Henner. Und eine an Finke.




 
Leichtmatrosen - Junggesellinnenabschied Junggesellinnenabschied
© ARD, Degeto / Hardy Spitz
Leichtmatrosen - Golo Euler und Susanne Bormann Golo Euler und Susanne Bormann
© ARD, Degeto / Hardy Spitz
Henner - wieder an Land -  hat sich entschieden. Für Cora. Und für das Kind. Dazwischen liegen gegenseitige Denkanstöße, Begegnungen mit Kindern - eigentlich "kann" Finke mit denen nämlich - und eine explodierende Handgranate. Und auch für Henner und Simon scheinen sich Perspektiven zu öffnen, wenn man einmal quer denkt.




 

Als Zuschauer gesehen

Leichtmatrosen ist ein kurzweiliger Sommerfilm mit gut aufgelegten Schauspielern, der auch die Mecklenburger Seenplatte schön in Szene setzt.
Wenn man das Buch von Tom Liehr kennt, bleibt allerdings ein etwas zwiespältiges Gefühl. Natürlich muss das Medium Film anders vorgehen als ein Buch. So gehen die Streichung des ohnehin etwas blassen Mark oder der ausführlichen Schilderung der weiteren Lebensläufe durchaus in Ordnung. Im Gegenteil, wie am Schluss mit wenigen Schlaglichtern der weitere Lebensweg der Bootsfahrer skizziert wird, ist ausgesprochen gelungen. Weshalb aber auf den großen Spannungsbogen "Was ist mit Cora los?", von dem das Buch zum großen Teil lebt, verzichtet wurde, ist schwer nachvollziehbar. Und an der Stelle von manchem Klamauk - etwa der Handgranate - hätte die Übernahme von etwas mehr Tiefgang aus dem Buch nicht geschadet.

Zum Glück ist die Cora, auch wenn in Nuancen anders als im Buch porträtiert, eine dankbare Rolle für Susanne Bormann geblieben. Ausgesprochen pfiffig fand ich die Idee, sie auf Handzetteln, Plakaten und eben vor allem in Finkes Erinnerung immer wieder präsent sein zu lassen. Und ihr Auftritt als Sängerin am Schluss ist ohnehin sehenswert. [MB]




Pressestimmen

Zunächst: Der Film hat mit 3,24 Millionen Zuschauern in der ARD und gegen ein attraktives Konkurrenzprogramm (u.a. Letzte Spur Berlin!) ein ordentliches Ergebnis erzielt. In der Papier- und Onlinepresse finden sich unterschiedliche Meinungen.

Hans Czerny schreibt in der Teleschau (deren Rezensionen von vielen Zeitungen übernommen werden): "Die Männerreise zieht sich freilich hin, was bei Reisegeschichten durchaus üblich ist - auf dem Wasser noch ein wenig mehr als zu Lande... Vielleicht sollten sie jetzt den Film noch mal drehen, mit der Handkamera unter dem Arm und ganz locker... Und nicht gar so moralisch zeigefingerhaft weltverbesserungsverquält."

Wolfgang Platzeck von der Berliner Morgenpost haben die Leichtmatrosen dagegen sichtlich gefallen. Er meint: "Einfühlsam beleuchtet die Komödie kleine und große, echte oder empfundene Katastrophen des Lebens – und was man dagegen tun kann. Die drei wunderbaren Hauptdarsteller, die grandios auf dem schmalen Grat des Tragikomischen agieren, sind dabei ein Glücksfall für den Zuschauer." Und als Fazit: "Die tiefschichtige, von großartigen Darstellern getragene Komödie ist eine Insel im Meer der 08/15-Fernsehunterhaltung."

Rainer Tittelbach, wohl einer der fundiertesten Fernsehkritiker, meldet auf tittelbach.tv verschiedene durchaus berechtigte Kritiken an: "Diese durchaus ernsthaften Untertöne verstecken Silja Clemens (Buch) und Stefan Hering (Regie) jedoch gerade in der ersten Hälfte des Films hinter viel zu viel Klamauk, der zudem mitunter fast laienhaft inszeniert wirkt...Ärgerlich an der Umsetzung ist vor allem der völlige Verzicht auf Subtilität."

Weitere Kritiken finden sich im Main-Echo und im Feuilleton der Frankfurter Allgemeine. Nicht unerwähnt bleiben sollen die - ebenfalls differenzierten - Meinungen auf der Facebook-Seite des Buchautors Tom Liehr.



Seitentitelbild: Mit freundlicher Genehmigung des WDR

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