Darsteller: Matthias Brandt (Georg Hoffmann), Victoria Trauttmansdorff (Anne Hoffmann), Wotan Wilke Möhring (Michael Gleiwitz), Anna Brass (Marie Hoffmann), Pablo Ben-Yakov (Lukas Hoffmann), Susanne Bormann (Denise) u.a.
Der Film lief bei den Filmfestspielen 2007 in Cannes in der Reihe "Quinzaine des Réalisateurs" und erhielt eine lobende Erwähnung.
- Im Web: Offizielle Seite IMDB OFDb
- Presseheft
- Susanne Bormann als Denise in Gegenüber
- Die DVD zum Film (mit Filmclip)
- Als Zuschauer gesehen
- Pressestimmen
- Premiere am 26. September 2007 im Cinenova Köln
Inhalt
Immer ruhig und besonnen, wird Streifenpolizist Georg (Matthias Brandt) von allen Kollegen geschätzt. Sein jüngerer Partner Michael (Wotan Wilke Möhring) bewundert Georg auch für dessen scheinbar harmonische Ehe mit der attraktiven Grundschullehrerin Anne (Victoria Trauttmansdorff).Als Georg von seiner anstehenden Beförderung erfährt, verliert er zunehmend die Kontrolle über die sorgsam aufrecht erhaltene Fassade seiner „heilen“ Familienwelt. In der Vorweihnachtszeit dringen die Konflikte, die Annes und Georgs Leben seit Jahren bestimmen, erstmals nach außen: Annes verzweifelter Kampf um Anerkennung, die gönnerhaften Respektlosigkeiten ihrer Eltern, das hilflose Wegschauen der erwachsenen Kinder, das Unverständnis der Kollegen, Georgs Versuche, es allen recht zu machen – und die kaum noch zu verbergenden Spuren körperlicher Gewalt...
Unter dem Weihnachtsbaum nimmt die Tragödie ihren Lauf – „Das ist doch kein Drama, Anne!“ – Doch, es ist eines.
Susanne Bormann als Denise in Gegenüber
Die DVD zum Film
Die DVD ist einwandfrei gemastert und sieht auf einer guten Heimkinoanlage besser als in manchem Mini-Programmkino aus. Der Ton ist Dolby Surround - ein 5.1-Hollywood-Musikklangteppich wäre bei dem Film aber ohnehin tödlich gewesen.
Ein toller Film, eine liebevoll gemasterte DVD und sehenswertes Bonusmaterial - eine DVD, die man rundheraus empfehlen kann. (MB)
Ganz herzlichen Dank für die Unterstützung und Genehmigung von Filmclip und Bildern absolut medien, wo die DVD (z.B.) direkt bestellt werden kann.
Als Zuschauer gesehen
Gleich vorab: Wer sich den
Film ausschließlich wegen Susanne Bormann ansehen
möchte, könnte enttäuscht werden. Sie spielt die
Rolle von Denise, einer Kollegin von Georg, natürlich
überzeugend, es handelt sich aber tatsächlich nur
um eine Nebenrolle. Wer wirklichkeitsnahe "Problemfilme"
mag, sollte sich dagegen schon von ihr ins Kino
"Gegenüber" verführen lassen. Ganz unwichtig ist
ihre Rolle übrigens nicht: Georg gibt dem Versuch
einer Annäherung von Denise über das Kollegiale
hinaus - trotz der Hölle zu Hause - nicht nach.
Auch wenn vergleichsweise wenig Blut fließt: Der
Film ist hart, was durch die technische Ausgestaltung
mit Mitteln der Dogma-Filme (die Handkamera ist
oft ganz nah an den Gesichtern dran, es gibt keine
Filmmusik und in der kleinen Wohnung herrscht eine
geradezu klaustrophobe Enge) noch unterstrichen
wird.
Jan Bonny ist es gelungen, ein exzellentes Schauspielerensemble
zusammenzustellen, allen voran Victoria Trauttmansdorff
als Anne. Einfach großartig, wie sie glaubwürdig
von einem handfesten Wutausbruch auf offenbar noch
nicht verschütte Liebe zu ihrem Mann Georg (Matthias
Brandt) umschalten kann - es sage keiner, so etwas
gäbe es nicht. Überhaupt zeichnet sich der Film
durch eine beeindruckende Differenzierung der Charaktere
aus. Nicht nur, dass die "Täterin" außerhalb ihrer
Wutausbrüche durchaus sympathische Züge haben kann,
auch das "Opfer", bei dem naturgemäß die Sympathie
des Zuschauers liegt, ist nicht unschuldig am Zustand
der Beziehung. Natürlich mag man sich fragen, weshalb
der körperlich überlegene Georg nicht schon längst
zurückgeschlagen hat. Liegt es an dem über Jahre
eingespielten Rollenverhältnis? An dem Trotzdem-einander-brauchen?
An der Hoffnung - auch im Interesse der Kinder -,
dadurch eine Trennung als vermeintlich größeres
Übel vermeiden zu können?
Eigentlich geht es
aber, wie Bonny selbst betont, nur vordergründig
um körperliche Gewalt. Viel öfter entlädt sich die
beschriebene Konstellation ja in psychischem Terror
- oft, ohne nach außen sichtbare Narben zu hinterlassen.
Wenn ich überhaupt etwas unbefriedigend fand, dann
vielleicht den Schluss. Sicher: Ein Happy End wäre
fehl am Platze gewesen. Aber vielleicht ein Ende
mit Schrecken? So bleibt das Gefühl, dass der Schrecken
noch lange anhalten wird. Aber auch das soll es
ja in der Realität geben. (MB 11.10.2007)
Pressestimmen
Der Film hat - für einen Debütfilm überhaupt nicht selbstverständlich - durchweg gute und sehr gute Kritiken erhalten:Der Filmdienst, die wohl seriöseste deutschsprachige Printpublikation im Filmbereich, verleiht dem Film das Prädikat "Sehenswert": "Ein sich langsam entwickelnder, subtil beobachtender Film über die Lebensuntauglichkeit zweier Menschen..." Die Rezension steht hier als pdf-Datei bereit. (Mit herzlichem Dank an den Filmdienst für die Genehmigung.)
Eine frühe Kritik hatte das Frauenmagazin AVIVA: "Die ZuschauerInnen sind mittendrin und werden von den intimen Bildern gefesselt"
Sehr ausführlich beleuchtet critic.de den Film: "Wie Jan Bonny die kleinbürgerliche Familie als ein System psychischer und ökonomischer Abhängigkeiten zeigt... das erinnert mehr an Fassbinder als an zeitgenössische Kollegen."
Eine (englischsprachige) Besprechung aus dem Umfeld von Cannes (Variety), wo der Film in der Reihe Quinzaine des Réalisateurs erfolgreich lief, sagt über die Hauptdarstellerin Victoria Trauttmansdorff: "An extraordinary performance by Austrian-born actress Victoria Trauttmansdorff, as an almost schizophrenic wife from hell..."
Die sehr qualifizierte Besprechung im Filmhai zitiert Jan Bonny: "In Gegenüber geht es vor allem um Abhängigkeiten, um Liebe, um Angst … Gewalt ist nur ein Kern der Geschichte. Es geht in diesem Film nicht vordergründig um die körperliche Aggression..."
Cinefacts schreibt: "nicht zuletzt dem visuellen Charakter des Films zu verdanken....Und nicht zuletzt dadurch wird "Gegenüber" zu einem Film an den man noch lange zurückdenkt."
Premiere am 26. September 2007 im Cinenova Köln
Die Produzentin Bettina Brokemper, Matthias Brandt, Susanne Bormann, Regisseur Jan Bonny, Victoria Trauttmansdorff und Jochen Striebeck,
Foto: W-Film/Dietmar TempsWillkommen Aktuelles Archiv Biografie Künstlerfotos Spielfilm Fernsehen Theater Kalender Newsletter Impressum






















