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Die letzte Spur

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Regie: Judith Kennel, Filippos Tsitos, Andreas Herzog (2012)

Darsteller in den durchgehenden Rollen: Hans-Werner Meyer (Oliver Radek), Jasmin Tabatabai (Mina Amiri), Susanne Bormann (Sandra Reiß), Florian Panzner (Daniel Prinz).

IMDb Wikipedia Novafilm (Produktion) ZDF  facebook.

Es gibt einen ZDF-Clip "Im Kreuzverhör" mit Susanne Bormann zur Serie und zu ihrer Rolle.

Die erste Staffel der Krimiserie Letzte Spur Berlin trug bei der Erstausstrahlung den Titel "Die letzte Spur". Sie ist bei ASCOT ELITE auf DVD und BluRay erschienen. Hier geht es zu Staffel 2, Staffel 3 und Staffel 4.


Inhalt

«Die letzte Spur» - so der Titel der neuen, auf sechs Teile angelegten Krimireihe des ZDF - wird verfolgt von den Ermittlern der Vermisstenstelle im Landeskriminalamt Berlin. Kriminalhauptkommissar Oliver Radek (Hans-Werner Meyer) ist Chef der Einheit, unterstützt wird er von Kriminalhauptkommissarin Mina Amiri (Jasmin Tabatabai), Kriminaloberkommissarin Sandra Reiß (Susanne Bormann) und Kriminalkommissar Daniel Prinz (Florian Panzner) - das vierköpfige Team bildet über alle Episoden eine Einheit. (News.de/dpa)

Susanne Bormann als Kriminaloberkommissarin Sandra Reiß in Die letzte Spur

Ein Mensch ist verschwunden. Auch wenn sich die Suche sicher nicht immer so kompliziert wie in dieser Serie gestaltet: Oft genug können Minuten über das Überleben eines Menschen entscheiden. Das  ZDF hat mit "Die letzte Spur" die Pfade herkömmlicher Krimis verlassen. Am Anfang steht keine Leiche, sondern ein Vermisster. Ermittelt wird nicht von der Mordkommission, sondern vom Vermisstendezernat. Das bilden in dieser Serie Oliver Radek, Mina Amiri, Sandra Reiß und Daniel Prinz. So verschieden ihre Charaktere sind - wenn es um die Sache geht, ziehen sie an einem Strang. Susanne Bormann charakterisiert die vier Ermittler in einem Filmclip des ZDF auf ihre eigene Art: "Radek ist quasi der Körper des ganzen Teams, eine teamübergreifende Figur, ... Sandra ist eher der Kopf, Mina ist das Herz und Daniel ist der Bauch." Die von ihr gespielte Sandra Reiß besticht durch Gründlichkeit und Ehrgeiz und den - nicht immer erfolgreichen - Versuch, private Dinge strikt aus der Arbeit auszuklammern.


 
Folge 1: Verantwortung
(Regie: Judith Kennel, Drehbuch: Orkun Ertener)

Wer ist verschwunden?

Bert de Vries (Marcel Hensema) renoviert gerade mit seiner Freundin Karin Tuschik (Annika Blendl) das Kinderzimmer für den erwarteten Nachwuchs. Er fährt mit Lotta, Karins Kind aus einer früheren Beziehung, zum Baumarkt, gibt Lotta dort ab und kommt nicht mehr zurück.

Wer könnte damit zu tun haben?
Vielleicht Karins Ehemaliger, mit dem Bert früh Streit hatte? Oder Claudia, seine krebskrankte Noch-Frau, mit der er nach wie vor ebenfalls zusammenlebt. Vielleicht hat auch Claudias Vater, gleichzeitig Berts Chef, mit der Sache zu tun?
Die letzte Spur - Susanne Bormann, Florian Panzner
Sandra Reiß (Susanne Bormann) und Daniel Prinz (Florian Panzner) waren einmal ein Paar. Jetzt sind sie Kollegen. Foto: Daniela Incoronato/ZDF, mit freundlicher Genehmigung von pa/dpa.
Folge 2: Reifeprüfung
(Regie: Judith Kennel, Drehbuch: André Georgi (Idee: Orkun Ertener))

Wer ist verschwunden?

Justina Novak (Amelie Plaas-Link), die zur Nachprüfung für ihr Abitur muss. Justina stand unter immensem Druck, sowohl dem ihres ehrgeizigen Vaters (Jevgenij Sitochin) als auch dem ihrer eigenen Prüfungsangst.

Wer könnte damit zu tun haben?

Vielleicht ihr Lehrer Georg Cremer (Max von Pufendorf), mit dem sie nicht nur chattete. Oder einer ihrer Mitschüler? Andererseits hat Justina eine Mitschülerin bis vor kurzem mit dem Slogan "Soll Melanie das Abitur schaffen?" im Internet gemobbt. Melanie hat sich das Leben genommen. Und welche Rolle spielte der Junge, mit dem Justina nach ihrem Verschwinden in der U-Bahn von Überwachungskameras gesehen wurde?
Folge 3: Erlebensfall
(Regie: Filippos Tsitos, Drehbuch: Sven Poser)

Wer ist verschwunden?

Ina Rehnitz (Lavinia Wilson), Journalistin, wird vor der Wohnung angefahren. Zum Glück ist nur der Arm gebrochen. Ihr Freund Lars Brehm (Fabian Busch) bringt sie in die Klinik, die sie - unauffindbar - verlässt.

Wer könnte damit zu tun haben?

Der Freund vermutet einen Mordanschlag. Andererseits war Ina schon einmal verschwunden, nachdem eine unheilbare Krebskrankheit bei ihre diagnostiziert wurde. Doch Ina scheint geheilt. Allerdings ist damals viel Geld an eine Stiftung geflossen. Was weiß der Arzt davon? Und ist der Besitzer des Wagens, mit dem Ina angefahren wurde, tatsächlich so unwissend, wie er vorgibt?
Folge 4: Entzugserscheinungen
(Regie: Filippos Tsitos, Drehbuch: Jens Köster)

Wer ist verschwunden?

Die Krankenschwester Cornelia Langer (Annika Kuhl) meldet sich krank, holt ihre Tochter nicht von der Kita ab und bleibt unauffindbar.

Wer könnte damit zu tun haben?

Zunächst Cornelias ehemaliger Mann Holger Merbold. Mit ihm lebt Sandra Reiß derzeit zusammen. Was weiß Cornelias Kollege Dr. Fritsch, der sie krankgemeldet hat? Schließlich tauchen auch Schatten aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit auf. In der Klinik sind Drogen verschwunden. Cornelia hat sich um zwei jugendliche Drogenabhängige, Nadine Vössler und Mario Vesper, gekümmert. Beide sind - erwartungsgemäß - unzugänglich.
Die letzte Spur - Jasmin Tabatabai, Susanne Bormann, Hans-Werner Meyer Florian Panzner
Wer befragt wen, wer sicher die Spuren? Mina Amari (Jasmin Tabatabai), Sandra Reiß (Susanne Bormann), Oliver Radek (Hans-Werner Meyer) und Daniel Prinz (Florian Panzner). Foto: Britta Pedersen dpa/lbn, mit freundlicher Genehmigung.
Folge 5: Verhängnis
(Regie: Andreas Herzog, Drehbuch: Andreas Brune, Sven Frauenhoff)

Wer ist verschwunden?

Erik Römer (Fjodor Olev), der gegen seinen Chef, den Spielzeugfabrikanten Harald Hendriks, Aussagen will. Hendriks wird die Verwendung von Giftsoffen bei der Herstellung von Spielzeug zur Last gelegt. Römer kommt zum Prozess - und verschwindet vor dem Gerichtssaal.

Wer könnte damit zu tun haben?

Verdächtig ist natürlich Hendriks, aber auch sein Fahrer und Bodygard könnte etwas wissen. Römers Bruder schildert diesen als Drückeberger und kann sich schwer vorstellen, dass er aussagen würde. Der Hausmeister führt das Gerichtsgebäude vor - wie kann dort jemand einfach verschwinden? Und welche Rolle spielt Römers Freund, der Boxtrainer Sahin Kaplan?
Folge 6: Terrorist
(Regie: Andreas Herzog, Drehbuch: Florian Oeller (Story Orkun Ertener)

Wer ist verschwunden?

Steffen Bogner (Hans-Uwe Bauer) wird aus der Haft entlassen. Vor 27 Jahren war er für einen Mord als Mitglied der linksradikalen "Roten Zellen" verurteilt worden. Seine Schwester (Lena Stolze) holt ihn von der Haftanstalt ab, bringt ihn zur neuen Wohnung und hält am Eingang die Journalisten fern. Als sie sie die Wohnung betritt, ist Bogner dort nicht angekommen.

Wer könnte damit zu tun haben?

Die Schwester vermutet ein Verbrechen seiner ehemaligen Genossen. Maren Lösch (Susanne Lothar), ebenfalls Ex-Mitglied der Roten Zellen, hatte Bogner in der JVA besucht. Theo Hornik (Gerd Warmeling), Chefredakteur einer großen Zeitung, hatte Bogner ein Interview mit einer Lebensbeichte versprochen. Oliver Radek ist persönlich betroffen: Sein Vater hatte als Staatsanwalt die Ermittlungen geleitet. Paul Jablonka (Stephan Grossmann), Sohn des Opfers, bezweifelt schon lange, dass beim Prozess alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Die letzte Spur - Susanne Bormann, Florian Panzner
Sandra Reiß (Susanne Bormann) und Daniel Prinz (Florian Panzne) vor dem unabdingbaren Stadtplan. Foto: Britta Pedersen dpa/lbn, mit freundlicher Genehmigung.

Pressemeinungen

Bevor die Presse zu Wort kommt: Bei den Zuschauern ist "Die letzte Spur" gut angekommen. Mit etwas 5 Millionen Zuschauern jeden Freitagabend konnte das ZDF durchaus zufrieden sein.

Leider die Presse vorwiegend den Pilotfilm "Verantwortung" rezipiert, der vielleicht nicht zu den stärksten der Serie gehörte. Hier stellvertretend einige Meinungen:

Spiegel Online lobt: Die raffinierte Mini-Serie ist ein kleiner Fernseh-Glücksfall, denn sie gibt spannende Rätsel auf. ... Die Vier funktionieren gut zusammen, das angedeutete Privatleben (der blinde Philosophie-Prof als Ehemann zu Hause, der vermisste Vater, die unaufgearbeitete Beziehung) weckt Interesse an mehr und die Möglichkeit, dass doch noch was zu retten ist, ist tröstlich.

Die Presseagentur dpad schreibt in einem von verschiedenen Zeitungen übernommenen Beitrag: Das sind ganz schön viele offene Baustellen und persönliche Probleme für eine Einführungsepisode. Hinzu kommt, dass auch der zu lösende Kriminalfall alles andere als einfach ist. Häusliche Gewalt, Bigamie, Erpressung, Selbstmord, Krebs und Betrug, sind nur einige der Punkte, mit denen sich die Kommissare im Verlauf ihrer Ermittlungen konfrontiert sehen. ...  Ein bisschen weniger wäre sicherlich mehr gewesen.

Die Osnabrücker Zeitung meint: Das Zeug zum Dauerbrenner hat der Krimi um die Klärung von Vermisstenfällen gewiss, auch wenn die Premiere ein wenig überladen wirkt...  Eine interessante Grundidee, die dramaturgische Freiräume verspricht. Ein sympathisches, gut besetztes Team mit „positivem Spannungspotenzial. Und ein Krimi, der glücklich, aber auch tragisch enden kann...

Rainer Tittelbach, einer der wenigen wirklich originären Fernsehkritiker, resümiert in tittelbach.tv zur Serie: Diese Berlin-Krimis öffnen sich dadurch stärker dem Drama. Der Zeitfaktor ist noch entscheidender und der moralische Druck für die Kommissare noch größer. Wenn sie gut sind, können sie Leben retten! ... Ein gutes Darsteller-Team, vor allem die Mädels sind angenehm wenig dem TV-Mainstream verpflichtet. Top-Autoren, Top-Regisseure, Top-Gastschauspieler!


Als Zuschauer gesehen

Das Thema ist mindestens aus zwei Gründen sehenswert: Zum einen, weil es sich sich wohltuend von den üblichen Krimi-Klischees abhebt. Ob die Idee wirklich originär oder aus den USA übernommen ist, ist wohl eher sekundär, solange sie gut umgesetzt ist, und das ist durchaus der Fall. Zum anderen ist das Thema in Form verschwundener Kinder oder Jugendlicher - vor allem mit tragischem Ausgang - häufig in den Medien präsent.

Wegen der Thematik, der psychologischen Komponente und der guten Schauspieler ist die Serie durchaus auch für den eher Krimi-abstinenten Zuschauer sehenswert. Besonders erfreulich ist das gute Zusammenwirken der im Film wie wohl auch im wirklichen Leben charakterlich recht unterschiedlichen Darsteller, von denen sich aber keiner auf Kosten der anderen zu profilieren versucht. Hier hat das ZDF beim Casting ein gutes Händchen gehabt. Interessant ist auch, dass die Kriminalisten im Verlauf der Serie auch privat stärkerer an Profil gewinnen, was u.a. dadurch bedingt ist, dass jeweils einer (oder eine) verstärkt im Mittelpunkt steht.

Nicht grundlos bemängeln einige Kritiken, dass die (meist nur besprochene) Pilotfolge zu viele Handlungsstränge anreißt. Zum Glück sind die späteren Folgen etwas übersichtlicher. Besonders gelungen sind sicher die spannende und psychologisch interessante Folge 2 (Reifeprüfung) sowie die Folge 4 (Entzugserscheinungen), in der Susanne Bormann als Sandra Reiß Gelegenheit hat, am Schluss über sich hinauszuwachsen. Dennoch: Sollte sich das ZDF zur Fortsetzung entschließen - was zu wünschen wäre - könnte "weniger", auch im Sinn der Glaubwürdigkeit, tatsächlich manchmal "mehr" sein. (MB)

Letzte Spur Berlin auf DVD und BluRay

Letzte Spur Berlin -  bei ASCOT ELITE auf DVD/BluRay
Cover: Mit freundlicher Genehmigung von ASCOT ELITE.
Die letzte Spur ist unter dem inzwischen geänderten Titel Letzte Spur Berlin bei ASCOT ELITE auf DVD und BluRay erschienen. Zu den technischen Daten: Das Bild ist im Format 16:9, auf DVD 720p, auf der BluRay 1028 HD, der Ton ist auf der DVD Dolby Digital 5.1 und auf der BluRay dts 5.1.

Wer die Folgen bisher auf "Selbstgebrannten" archiviert hat, kann sich auf die BluRay, die hier besprochen werden soll, mit einem gestochen scharfen HD-Bild freuen. Je nach vorhandener Fernseh/Heimkino-Ausstattung ist das doch eine wesentliche Qualitätssteigerung. Das Bild wirkt ausgewogen und natürlich. Auch an dem dts-Klang ist nichts zu bemängeln, Geräusche sind auch auf die hinteren Lautsprecher verteilt. Gegenüber der Fernsehfassung hatte ich den Eindruck, dass durch den differenzierten Ton auch einige eher schwerer verständliche Passagen besser herüberkommen. Als Extras gibt es lediglich eine Trailershow mit Trailern verschiedener aktueller Filme. Der einzige kleine Wermutstropfen ist der Start mit drei Trailern, die man - leider nicht abschaltbar - zunächst über sich ergehen lassen muss. Insgesamt aber sehr erfreulich und eine deutliche Kaufempfehlung. (MB)

Informationen zur DVD finden Sie bei Amazon.de und ASCOT ELITE und zur BluRay bei Amazon.de und ASCOT ELITE.