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Das Leben des Siegfried

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John von Düffel: Das Leben des Siegfried

Regie: Gil Mehmert

Besetzung: Christoph Maria Herbst (Hagen), Nina Petri (Brünhild), Gustav Peter Wöhler (Gunther), Mathias Schlung (Seefred), Susanne Bormann (Kriemhild), Inga Busch (Frigga), Gennadi Vengerov (Tuborg), Thorsten Krohn (Rabe, Pudel), Mark Weigel (Rabe, Pudel), André Eisermann (Siegfried)

Weitere Informationen bei den Nibelungen-Festspielen Worms. Das Leben des Siegfried wurde vom 31. Juli (Premiere) bis zum 16. August 2009 vor dem Wormser Kaiserdom aufgeführt. Das Stück ist auch auf DVD erhältlich.

Neben dieser Seite zur Entstehung bis hin zur Premiere gibt es eine weitere Seite Impressionen von der Aufführung über das Stück selbst. 

Inhalt

Neuer Regisseur, neues Stück, neuer Spielort. Großartige neue Namen: Christoph Maria Herbst als Hagen, Nina Petri als Brünhild, Gustav Peter Wöhler als Gunther, Mathias Schlung als „Seefred“, die neue Hauptfigur in der Komödie „Das Leben des Siegfried“, Susanne Bormann als Kriemhild, Inga Busch als Frigga, Gennadi Vengerov als Tuborg und André Eisermann als Siegfried. Festspiel-Intendant Dieter Wedel ist vom neuen Ensemble begeistert: „Es ist wieder hochkarätig. Außerdem ist die Besetzung auch für junge Besucher sehr attraktiv.“ Dieses Mal wird bei den Nibelungen alles anders …

Nach sieben Jahren großer dramatischer Ereignisse, blutiger Auseinandersetzungen, Verrat, Liebe, Mord, soll nun das Satyrspiel folgen. Bestsellerautor John von Düffel hat „Das Leben des Siegfried“ geschrieben. Bei der Verwechslungskomödie um „Siegfried“ und „Seefred“ stellt sich heraus, dass vieles doch nicht so ist, wie es in den berühmten Sagen und Liedern besungen wurde… Eine neunköpfige Band wird Siegfried und Co. musikalisch begleiten. (Nibelungen-Festspiele Worms)

Susanne Bormann als Kriemhild in Das Leben des Siegfried

Pressekonferenz am 22. Mai in Worms

Susanne Bormann - Das Leben des Siegfried - Pressekonferenz 3Nina Petri, Dieter Wedel, Susanne Bormann beim Fototermin
Foto: Rudolf Uhrig
Am 22. Mai wurde die diesjährige Besetzung auf einer Pressekonferenz im Andreasstift bekanntgegeben. In den vergangenen Jahren war die Geschichte um Sigfried, Hagen, Brünhild und Kriemhild in verschiedenen Fassungen - im Kern stets angelehnt an das Nibelungenlied - als Tragödie zu sehen. In diesem Jahr soll der Stoff erstmals in einer Komödie verarbeitet werden. Über den genauen Inhalt ist bisher aus gutem Grund kaum etwas bekannt geworden - schließlich soll es dabei auch einige Überraschungen geben.

Ein weiterer ausführlicher Artikel ist in der Wormser Zeitung erschienen. Diese berichtet: "..dass es sich um eine Verwechslungskomödie handele, dass beispielsweise Dinge, die man eigentlich von Siegfried erwarte, in Seefred steckten. 'Seefred ist die zentrale Figur. Er eröffnet die Möglichkeit, die Sage aus einer neuen Position heraus zu erkunden.'"

Die Kleine Zeitung zitiert Regisseur Gil Mehmert: "Die Komödie 'Das Leben des Siegfried' werde aber nicht unbedingt ein ulkiges, klassisch witziges Stück ... Die Aufführung werde auch ihre 'emotionalen Tiefen' haben"
Am Rande der Pressekonferenz gab es Fototermine mit den Hauptdarstellern. Einige besonders schöne Fotos von Susanne Bormann sind auf einer eigenen Seite Susanne Bormann - fotografiert von Rudolf Uhrig zu finden.

Come-Together am 14. Juni in Worms

Vor Beginn der Proben haben sich Schauspieler und Team zu einem Come-Together getroffen. Am Rande sind diese drei Aufnahmen von Susanne Bormann entstanden, links mit dem vielleicht schönsten der zahlreichen freilaufenden Drachen in Worms, rechts beim Erfüllen von Autogrammwünschen. Beide Fotos: Rudolf Uhrig

Probenbeginn am 16. Juni

Am 16. Juni fand in Worms die erste Probe zu "Das Leben des Siegfried" statt. Wie immer war dabei die Presse stark vertreten.
Die Hauptdarsteller präsentieren sich den Fotografen. vorn: Mathias Schlung, Susanne Bormann, links dahinter Thorsten Krohn, Christoph Maria Herbst, rechts Gil Mehmet (Regie), André Eisermann, hinten Intendant Dieter Wedel und Mark Weigel
Gil Mehmert und die Schauspieler erläutern, wie das Bühnenbild funktioniert. Im Vordergrund fährt schon einmal das Wikingerschiff  "Teutonic" über die Bühne.
Susanne Bormann (Kriemhild) mit Mathias Schlung (Seefred) und André Eisermann (Siegfried) Alle Fotos: Rudolf Uhrig

Medienprobe am 9. Juli

 
Am 9. Juli fand für Pressevertreter eine Medienprobe statt, in der erste Szenen aus Das Leben des Siegfried zu sehen waren. Der Regisseur Gil Mehmert meinte zum Stand der Vorbereitungen: “Wir haben die ersten Wochen nur mit den Schauspielern geprobt. Jetzt legen wir die verschiedenen Schichten übereinander und sind dabei, die Brass-Band szenisch zu integrieren. Das alles ist also noch im Rohbau".

Berichte von der Medienprobe bieten der Nibelungenkurier und die Wormser Zeitung.
Alle Fotos: Rudolf Uhrig
Medienprobe in Worms 7
Im Blitzlichtgewitter der Fotografen
Medienprobe in Worms 8
Susanne Bormann, Nina Petri

Kurzporträt in der Wormser Zeitung am 14.7.

 
Am 14. 7. ist in der Wormser Zeitung unter dem Titel "Mit acht vor der Kamera" ein Kurzporträt von Susanne Bormann erschienen. Der Artikel ist aktuell bei der Wormser Zeitung zu lesen und kann rechts auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.


Rechts: Foto von Susanne Bormann in der Maske, Rainer Klotz.
Download als hochaufgelöste Version. Mit Dank an den Fotografen.

31. Juli - Premiere für das Leben des Siegfried

 

Susanne Bormann als Kriemhild: Drei Videoclips
Ich leb' im falschen Jahrtausend
Download als .mov (Quicktime) 
Videoclip: Susanne-Bormann.info/Basler
Kriemhild tanzt am Hof
Download als .mov (Quicktime)
Videoclip: Susanne-Bormann.info/Basler
Männer denken immer nur an das Eine.
Download als .mov (Quicktime)
Videoclip: Susanne-Bormann.info/Basler

Videoclips von der Medienprobe am 29.7.

Als Zuschauer gesehen

Vorab: Eine wie auch immer geartete Darstellung der Nibelungen-Sage selbst ist Das Leben des Siegfried nicht. An vielen Stellen wird aber - mit Augenzwinkern -  auf den Originalstoff Bezug genommen, den man also recht gut kennen sollte (aber wer in Worms und Umgebung kennt den nicht?), um auch kleinere Anspielungen zu verstehen.

Susanne Bormann - Das Leben des Siegfried - Presse 2 Susanne Bormann (Kriemhild) mit Christoph Maria Herbst (Hagen), dahinter Gustav Peter Wöhler (Gunther)
Foto: P!ELmedia

In John von Düffels Version des Nibelungenstoffs wird Siegfried gleich nach der Geburt mit einem Seefred (Mathias Schlung) vertauscht, dem aber der Sinn nicht nach Schmiedehandwerk, Drachenblut oder gar einer Kriemhild steht. Vielmehr zieht es ihn - Nomen est Omen - zur Seefahrt, genauer nach Indien, wo er Christoph Kolumbus um einige Jahrhunderte zuvorkommen möchte. Allerdings wird daraus zunächst nichts. In der Folge tritt Seefred nämlich quasi vorauseilend in die Fußstapfen seines Namensverwandten, dessen Heldentaten und übermenschliche Eigenschaften schon gerühmt werden. Großen Anteil daran haben die beiden Raben (Mark Weigel, Thorsten Krohn), die Seefred beständig seine Mission einreden möchten. Leider kann und will Seefred die mit Siegfrieds Namen verknüpften Versprechen nicht einlösen und gerät so von einem Missverständnis zum anderen.

Ganz gezielt wird im ersten Teil ein Erwartungsbogen auf die wegen ihrer Schönheit gepriesene Kriemhild  (Susanne Bormann) aufgebaut, bis sie dann endlich im Schiff verborgen mit Hagen (Christoph Maria Herbst) erscheint. Die Kriemhild-Szenen und besonders die mit Seefred zählen sicher zu den berührendsten des Stücks. Wie sich Seefred und Kriemhild ganz spontan und entgegen jedem Plan (Hagens) schließlich ineinander verlieben, wirkt trotz Augenzwinkern durchaus echt und zeitlos schön.

Susanne Bormann - Das Leben des Siegfried - Presse 4 Susanne Bormann (Kriemhild) mit Matthias Schlung (Seefred)
Foto: Rudolf Uhrig

Beeindruckend ist Gustav Peter Wöhler als Gunter, dessen Agilität trotz seiner Fülle erstaunlich und witzig wirkt. Außerdem natürlich Susanne Bormann, die nicht nur mit Schönheit, sondern auch mit geistreichen Reflexionen beeindruckt. Nina Petri gibt die Brünhild wie in der Originalsage vor allem kalt, was durch den Dreh, dass sie ihrer eigenen Kälte überdrüssig ist und nach Zuneigung sucht, kaum gemildert wird. Etwas einseitig nur als "böse" angelegt - und entsprechend mit Christoph Maria Herbst besetzt - ist vielleicht die Hagen-Figur, aber in einer Komödie sind Überzeichnungen ja erlaubt. Ganz im Gegensatz dazu der sehr liebenswerte und eher heutige Seefred Matthias Schlungs, um den man am Schluss fast Tränen vergießen möchte. Auch wenn das Stück einige Untiefen hat, die Darsteller sind auf jeden Fall überzeugend.

Wer leichte Sommerunterhaltung vor einem klassischen Hintergrund sucht, kann sich von der Geschichte verzaubern lassen und dabei amüsieren - wer eine getreue und ernste Darstellung des Nibelungenstoffs erwartet, wird sich ohnehin kaum in das Stück verirren. Das zunächst etwas gewagte Konzept der Organisatoren scheint damit aufgegangen zu sein: Zur Premiere gab es herzlichen Beifall und in der ersten regulären Aufführung am 1. August sogar Standing Ovations. (MB)

 


Pressestimmen

Die Presse hat das Stück deutlich kühler rezipiert als die Zuschauer. Während die Leistungen der Darsteller meist auch in der Presse Beifall fanden, gab es an der Dramaturgie des Stücks selbst teils auch herbe Kritik. Hier einige Meinungen der Presse:

Jens Fredericksen meint in der Wormser Zeitung: "Viel zu bestaunen, wenig zu lachen... das 'Leben des Siegfried' erwies sich bei der Premiere... als äußerst bemühter Zweieinhalb-Stunden-Ulk... Gegen so viel Puppenkisten-Possierlichkeit vermag auch eine so illustre Darstellerschar ... wenig auszurichten."

Auch die intelligente und pfiffige Rezension von Christian Gampert für den Deutschlandfunk kann dem Stück wenig abgewinnen: "Das Unternehmen ist ein Irrtum in mehrfacher Hinsicht: der Autor John von Düffel hält sich für Woody Allen, glaubt aber allen Ernstes, "die Teutonic" sei unsinkbar..."

Jürgen Bergner schreibt in der taz unter dem Titel "Karriere zweier Königspudel": "Es ist dieses 'Wollen um jeden Preis', das schon beim Lesen den Eindruck erweckt, Düffels Text rund um den tumben Tor Seefred.. entfalte den Charme eines Knäckebrötchens in der Sahara."

Reinhard Wengierek von der Welt Online dagegen fand das Stück durchaus amüsant: "Mit diesem hübsch verrückten, wortwitzig Monthy Python grüßenden Theaterulk feiern die Wormser Nibelungenfestspiele ihren nunmehr achten Jahrgang."

Auch Susanne Müller betont, ebenfalls in der Wormser Zeitung, unter dem Titel "Acht Minuten fürs Ensemble" vor allem die Leistungen der Schauspieler: "Die Zuschauer goutierten mit ihrem minutenlangen Beifall die gute Gesamtleistung des Ensembles, das Höhepunkte geboten und auch manche Schwäche des Stücks umschifft hatte."

Auch Esther Boldt von der Nachtkritik  hat das Stück gefallen: "Mehmerts Inszenierung zeigt herrlichen Slapstick mit zahllosen Comic- und Musicalanleihen, mit guten Schauspielern, die sich im furiosen Pingpong kongenial Repliken zupassen, großen Bildern, hohem Unterhaltungswert und Liedern zum Mitwippen: Also im Grunde alles, was ein Sommerabend braucht."

Eine Übersicht über weitere Pressemeinungen hat die Wormser Zeitung zusammengestellt.




Herzlichen Dank für die Unterstützung, besonders durch die Pressestelle der Nibelungen-Festspiele und den Fotografen Rudolf Uhrig.

Seitentitelbild: © Nibelungen-Festspiele Worms, mit herzlichem Dank

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