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Amelie rennt

Amelie rennt

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Regie: Tobias Wiemann (2017)

Drehbuch: Natja Brunckhorst, Jytte-Merle Böhrnsen

Darsteller: Mia Kasalo (Amelie), Samuel Girardi (Bart), Susanne Bormann (Sarah), Denis Moschitto (Lukas), Jasmin Tabatabai (Dr. Murtsakis), Shenia Pitschmann (Steffi), Jerry Hoffmann (Matthias), David Bredin (Pit Reuer), Christian Lerch (Dr. Keller) u.a.

Offizielle Website (farbfilm verleih)

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Presseheft

Amelie konnte schon vor dem Kinostart zahlreiche Filmpreise erringen.

Im Verleih des farbfilm verleih im Kino ab 21. September 2017

Inhalt

Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht. (farbfilm verleih)

Trailer

Trailer - Amelie rennt als .mp4 (22MB)
© farbfilm verleih, mit freundlicher Genehmigung

Susanne Bormann in Amelie rennt

Amelie (Mia Kasalo), 13 Jahre, lebt bei ihrer Mutter (Susanne Bormann), ist aber oft bei ihrem Vater (Denis Moschitto) zu Besuch. Die Eltern kommen leidlich miteinander aus, Amelies größtes Problem ist ihre Asthmakrankheit, die sie immer wieder ins Krankenhaus zwingt und mit der sie nicht mehr leben möchte. Nachdem sie ein besonders schwerer Anfall fast das Leben gekostet hatte, bringen sie die Eltern in ein Sanatorium nach Südtirol.





 
Amelie rennt - Susanne Bormann (Sarah), Denis Moschitto (Lukas) und Mia Kasalo 
				(Amelie)
Susanne Bormann (Sarah), Denis Moschitto (Lukas) und Mia Kasalo (Amelie)
© Lieblingsfilm Martin Schlecht
Aufklärung bei Dr. Mutsarkis für Amelies Eltern: Und nun 40 Sekunden, dann wissen Sie, wie es Amelie bei einem solchen Anfall geht.



 

 
Amelie rennt -Susanne Bormann 
				(Sarah) und Denis Moschitto (Lukas)
Susanne Bormann (Sarah) und Denis Moschitto (Lukas)
© Lieblingsfilm Martin Schlecht
Amelie hasst die gemeinsam Übungen und hat sich in der Hoffnung, dort ungestört zu sein, in den Stall verdrückt. Allerdings kommt ihr der "Herdenmanager" Bart in die Quere. Amelie begrüßt ihn mit einer Schimpfkanonade -  die er gekonnt pariert.



Amelie rennt - Samuel Girardi (Bart)
Samuel Girardi (Bart) © Lieblingsfilm Martin Schlecht
Die Lungenärztin Dr. Murtsakis (Jasmin Tabatabai) versucht der abweisenden Amelie zu erklären, was in ihrer Lunge bei einem solchen Anfall vorgeht.



Amelie rennt - Mia Kasalo 
				(Amelie)
Mia Kasalo (Amelie) © Lieblingsfilm Martin Schlecht
Während die Gruppe brav an einem Wasserfall inhaliert, hat sich Amelie allein auf den Weg gemacht. Weg, nur weg. Vielleicht zum Wunderfeuer auf dem Berg, von den Bart erzählt hat und das alle Krankheiten heilen soll.

Zunächst kommt sie erstaunlich gut voran. Amelie gönnt sich einen Moment der Ruhe - der sich gleich als fatal erweisen wird.



 
Material mit freundlicher Genehmigung des farbfilm verleih


 
Amelie rennt - Jasmin Tabatabai (Dr. Murtsakis) und Mia Kasalo (Amelie)
Jasmin Tabatabai (Dr. Murtsakis) und Mia Kasalo (Amelie)
© Lieblingsfilm Martin Schlecht
Amelie rennt - Mia Kasalo und Samuel Geradi
Mia Kasalo und Samuel Geradi © Martin Rattini
Unterwegs trifft sie Bart wieder, dem sie zunächst ebenso schroff wie im Stall begegnet. Mit der Zeit wird ihr allerdings klar, dass sie ohne ihn weder den Gipfel erreichen, noch den Rückweg bewältigen könnte. Und irgendwie ist er auch gar nicht so doof.



 
Amelie rennt - Mia Kasalo 
				(Amelie)
Mia Kasalo (Amelie) © Lieblingsfilm Martin Schlecht

Amelie rennt bei der Berlinale gesehen

Amelie rennt hat am 14. Februar 2017 im Rahmen der Berlinale-Sparte GenerationK Premiere gefeiert und dabei von der Kinderjury einen der beiden Langfilmpreise, eine Lobende Erwähnung, verliehen bekommen. Hier ein eigener Eindruck:
 
Mit Amelie rennt hat Tobias Wiemann einen ganz wunderbaren Film gedreht, an dem sicher Jugendliche ebenso wie junggebliebene Erwachsene ihre Freude haben werden. Die Geschichte - ein Originaldrehbuch von Natja Bruckhorst - hat alles, was ein Jugendfilm braucht: Spannende Momente ebenso wie romantische und witzige - und sie kommt völlig ohne moralischen Zeigefinger daher.

Ich denke, man sollte den Film gar nicht nur am Thema "Asthma" festmachen. Letztlich geht es um Fragen wie: Muss ich wirklich immer allen Regeln folgen oder sollte ich mir nicht eine Chance jenseits ausgetretener Pfade geben und nehmen? Aber was ist, wenn sich die Pfade - wie bei Mia - am Rand des Abgrunds bewegen? Sicher wird ein 13-jährigens Mädchen darauf anders antworten als die mit der Aufsicht betraute Lungenärztin (ruhig und überzeugend: Jasmin Tabatabai) - und noch einmal anders als die bei ihrem Verschwinden zu Recht alarmierten Eltern (Susanne Bormann und Denis Moschitto).

Die Caster (Uwe Bünker für Deutschland und Bibiane Oldenburg für Südtirol) hatten hier sichtbar ein gutes Händchen. Mia Kasalo und Samuel Girardi als Amelie und Bart spielen völlig unverstellt und wunderbar zusammen (oder auch gegeneinander). Es gibt einige Szenen, in denen man staunt, welches Ausdrucksspektrum dieses 13-jährige Mädchen beherrscht. Die kann definitiv mehr als nur "Göre" und wird das hoffentlich noch öfters zeigen können. Samuel Girardis Bart macht - im Gegensatz zu Mia - im Laufe des Films sicher weniger Entwicklung durch, er ist eher eine konstante, zuverlässige Größe - und damit genau das, was Amelie braucht: Er gibt ihr - im wörtlichen wie im übertragenen Sinn - genau so viel Halt, wie sie braucht, und das, ohne sie einzuzwängen zu versuchen. Übrigens: Da ich in einem Bericht schon "erste Liebe" gehört habe - das ist Unsinn und dieses Klischee hat das Drehbuch zum Glück umschifft. Da ist erfreulich viel nur angedeutet, unbestimmt und dem Zuschauer zum Nachdenken überlassen.

Susanne Bormann und Denis Moschitto nimmt man die Rolle der geschiedenen Eltern sofort ab. Nicht, dass sie ständig im Clinch liegen würden - auch das hat uns das Drehbuch gottlob erspart -, aber man merkt schnell, dass sie einfach zu verschieden sind, um auf Dauer miteinander klarzukommen. Denis Moschitto als Vater ist ruhig, ausgleichend, Susanne Bormann als Mutter eher hektisch, wohl auch, weil sie die Hauptlast von Amelies Krankheit zu tragen hat. Immerhin: Wenn es um das Wohl ihrer Tochter geht, ziehen sie grundsätzlich an einem Strang - leider durchaus keine Selbstverständlichkeit unter geschiedenen Eltern.

Hand aufs Herz: Was würden Sie sagen, wenn Ihre Tochter in den Bergen verschollen ist und schließlich ihre Sachen aus einem eiskalten Gebirgsbach gezogen werden? Da werden Überlegungen zu Selbstverwirklichung und Freiheit schnell klein, da heißt die einzige Frage: Wo ist meine Tochter?! Susanne Bormann zeigt sehr überzeugend, wie Amelies Mutter zunehmend in Panik gerät, zumal das Sanatoriumspersonal die Sache anfangs eher (zu?) gelassen sieht. Auch hier eine gute Wahl, denn ein Blick auf einige frühere Filme dürfte gezeigt haben, dass Susanne Bormann für die Rolle "passt", und man merkt sichtlich, dass sie ihr liegt. Eine der berührendsten Stellen im Film war für mich übrigens die, als Amelie von ihrer Mutter einen Brief mit Vorschlägen für die gemeinsame Zukunft erhält.

Schon beim Abspann (den man übrigens nicht vorzeitig verlassen sollte!) gab es tollen Applaus und erst recht, als das Herstellungsteam und die Darsteller auf die Bühne kamen. 17.2.2017 [MB]

Impressionen von der Premiere bei der Berlinale

Hier nun einige Fotos von der Premiere im Berliner Haus der Kulturen der Welt.

Haus der Kulturen der Welt
Das Haus der Kulturen der Welt bei der Berlinale © Lieblingsfilm
Susanne Bormann bei der Premiere Amelie rennt
Die Hauptdarsteller am Roten Teppich (von links nach rechts): Susanne Bormann (Mutter Sarah), Denis Moschitto (Vater Lukas), Mia Kasalo (Amelie), Jasmin Tabatabai (Lungenärztin Dr. Murtsakis), Jerry Hoffmann (Betreuer Matthias) und Samuel Girardi (Bart). © Lieblingsfilm
Bei der Premiere Amelie rennt
Die Darsteller zusammen mit dem Drehstab, in der Mitte Regisseur Tobias Wiemann. © Lieblingsfilm
Premiere Amelie rennt
Die Hauptdarsteller zusammen mit dem Regisseur. Ganz rechts Shenia Pitschmann, die Amelies etwas andere Zimmermitbewohnerin Steffi spielt
- deren Freundin sie nicht sein möchte.© Lieblingsfilm
Lobende Eräwhnung für Amelie rennt
Lobene Erwähnung der Kinderjury: Der Film beschreibt in einer witzigen Art und Weise und mit turbulenten Dialogen die Entwicklung einer zuerst völlig undenkbaren Freundschaft zweier interessanter Charaktere.
© Lieblingsfilm

Pressestimmen

Eine frühe und sympathische Kritik nach der Berlinale hat filmstarts.de geschrieben: "„Amelie rennt“ ist ein unterhaltsames und mit viel Dialogwitz gespicktes Abenteuer, bei dem nicht nur junge Zuschauer auf ihre Kosten kommen... Auch Amelies besorgte Eltern Sarah und Jost sorgen für Lacher, wenn sie beispielsweise in der Klinik mit Strohhalm und Nasenklammer eine Asthma-Erkrankung simulieren und sich schon nach wenigen Sekunden ihr klägliches Scheitern eingestehen müssen. Fazit: „Amelie rennt“ ist eine sympathische Jugendkomödie vor prächtiger Naturkulisse. "

In der Süddeutsche Zeitung ist der Film ein Tipp zum Filmfest München: "Auch wenn die Rollen klar verteilt und die Konflikte zwischen dem Bauernjungen und der Großstadtgöre programmiert sind, gerät der Schlagabtausch in den Bergen so kurzweilig wie amüsant, dass der deutsch-italienische Film in der Regie von Tobias Wiemann jüngst von der Kinderjury des Erfurter Festivals "Goldener Spatz" zum besten deutschsprachigen Spielfilm für Kinder gekürt wurde."

Bianca Piringer rezensiert in Kino-Zeit.de: "Auch hier verblüffen die frischen Dialoge und die kernig-witzigen Szenen, die sich mehr an der Realität als an billiger Harmonie orientieren." Und merkt kritisch an: "...dass die Chemie zwischen Amelie und Bart doch unterentwickelt bleibt. Es gibt zu wenig echte Beziehungsdynamik, weil das Miteinander eng dem absehbaren Kurs der Geschichte folgt."   

Die Filmbewertungsstelle hat dem Film das Prädikat Besonders Wertvoll verliehen und begründet das u.a.: "Insgesamt gelingt dem Film in der Inszenierung von Tobias Wiemann und dem Drehbuch von Nadja Brunckhorst die perfekte Balance von Leichtigkeit und Tiefe."  ...  AMELIE RENNT ist mit seiner berührenden Geschichte und seinen starken Charakteren der beste Beweis für kurzweiliges, einfühlsames und originelles deutsches Kinderkino.

Programmkino.de meint: "Natja Brunckhorst erzählt in mehrfacher Hinsicht eine gelungene Geschichte, denn ihr Drehbuch funktioniert als Abenteuergeschichte ebenso gut wie als Screwball-Komödie." ... "Das junge Publikum wird sich an zwei sehr sympathischen, natürlichen Protagonisten in einer abenteuerlichen und romantischen Komödie erfreuen, die bei aller Leichtigkeit dankenswerterweise stets das Niveau hält."

Der filmdienst vergibt mit sehenswerten zwei Sternen die beste Gesamtbewertung: "Vor der beeindruckenden Kulisse der Dolomiten erzählt der Jugendfilm eine geradezu intime Geschichte über die Selbstfindung einer Heranwachsenden, die ihre Schwächen nicht anerkennen will. Die kantigen Figuren und die Interaktion der beiden Hauptdarsteller gleichen anfängliche dramaturgische Unebenheiten aus." Hier die ausführliche Kritik, mit freundlicher Gemehmigung.


Filmpreise

Amelie rennt konnte bereits vor dem Start im Kino zahlreiche Filmpreise gewinnen. Besonders freuen wir uns dabei, dass mehrere Preise darunter sind, die von Kindern und Jugendlichen selbst - also der Zielgruppe - vergeben wurden:

Berlinale (Generation K) - Lobende Erwähnung der Kinderjury

Little Big Films Kinderfilmtage Nürnberg - Publikumspreis

Zlín Film Festival - Golden Slipper für Besten internationalen Langfilm

Goldener Spatz Gera/Erfurt - Bester Kino-/ Fernsehfilm, Beste Regie und Bestes Drehbuch

Film Festival for Children and Youth in Isfahan/Iran - Bestes Drehbuch und Bester International Film

Filmfestival Cinema in Sneakers Warschau - Audience Award, Jury Award der ECFA - European Children's Film Association und Betswer Kinderfilm der Kinderjury

Kyoto International Children's Festival -  Hauptpreis   


Amelie rennt - Premiere Berlin
Premiere Amelie rennt in Berlin im Filmtheater am Friedrichshain
farbfilm verleih, mit frdl. Genehmigung




















Seitentitelbild: Mit freundlicher Genehmigung des farbfilm verleih

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